„Dein Handicap ist nur im Kopf”

Bernd H. Litti
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Was ist ein „gutes“ Handicap?
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Warum spielt man vorgabenwirksam? Das ist doch nur Stress!
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Fangen gute Ergebnisse erst bei 36 Stableford-Nettopunkten an?
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Ist das Vorgabensystem unnötig kompliziert?
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Kennen Sie die jährliche Überprüfung der Vorgaben?
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Nur Herabsetzungen für Hcp. 54 bis 26,5 – warum?

Was ist ein „gutes“ Handicap?

Welches Handicap ist „gut“? 36? - 24? - 18? - Einstellig? Alles völlig unwichtig! Was nützt einem Golfer ein möglichst niedriges Handicap, wenn er dieses Spielpotenzial schon lange nicht mehr erreicht? – Gar nichts, im Gegenteil: Er schadet regelmäßig nicht nur sich selbst sondern auch allen anderen Spielern, die sich sportlich fair messen wollen!

Das Vorgabensystem basiert auf der Annahme, dass sich jeder Spieler stets bemüht, das bestmögliche Ergebnis an jedem Loch in jeder gespielten Runde in Übereinstimmung mit den Golfregeln zu erzielen. Gleichzeitig wird erwartet, dass ein Spieler so viele vorgabenwirksame Ergebnisse wie möglich einreicht, damit die Vorgabe ein getreues Abbild seiner Spielstärke bietet.

Nach dem Vorgabensystem ist die einzige Funktion des Handicaps, die als Rechengröße für den fairen Vergleich zwischen den Nettoergebnissen mehrerer Golfer zu dienen. Das klappt aber nur, wenn das Handicap auch wirklich dem Spielpotenzial des Spielers entspricht. Welches Handicap ist also gut? Das ist ganz einfach: Nicht das niedrigste! Vielmehr gilt: Je genauer und aktueller, desto besser! Oder: Eine aktuelle 24 ist nicht nur „gut“, sondern sogar „besser“ als eine konservierte 18.

Wenn das Spielpotential eines Spielers deutlich von seinem Handicap abweicht, er also erheblich besser oder schlechter spielt, so zieht er innerhalb eines Wettspiels leicht auch seine Mitspieler in Mitleidenschaft.

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